Zecken beim Hund - Was hilft?

Zecken sind ein bekanntes Problem. Jedes Jahr aufs Neue plagen die kleinen Spinnentiere nicht nur uns, sondern auch unser Hunde. Um den Plagegeistern entgegen zu wirken, können Vorsorgemaßnahmen ergriffen werden. Doch wann ist eigentlich Zeckensaison und wie bereite ich mich darauf vor? Zecken beim Hund – Was hilft?

Zecken beim Hund

Inhalt: Zecken beim Hund

Zecken-Saison

Zecken fallen bei unter sieben Grad Celsius in Winterstarre. Sobald die Temperaturen steigen, beginnt auch die Zeckensaison. Es ist also stark von den regionalen Temperaturschwankungen abhängig, wie früh im Jahr die kleinen Blutsauger aktiv werden. In Deutschland kann die Saison also von Februar bis Oktober gehen – also einen Großteil des Jahres! Bist du also mit deinem Hund im Garten oder draußen unterwegs, solltest du in diesem Zeitraum immer mit zecken rechnen.

 

Was sind Zecken eigentlich?

Doch was sind Zecken eigentlich genau? Diese kleinen Tiere sind genetisch mit den Spinnen verwandt. Was viele vermutlich nicht wissen, der blutsaugende Parasit gilt als das gefährlichste Tier Deutschlands – Nicht weil Zecken selbst Giftig sind, sondern wegen all der Krankheiten die sie übertragen können. So kann die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) zum teil sogar tödlich enden – auch für den Menschen! Zecken sind Lauerjäger und sobald die Temperaturen über sieben Grad steigen, klettern sie auf Büsche und Gräser um von dort auf vorbeilaufende Wirbeltiere zu springen. Sie erreichen dabei bis zu 1,5 Meter Höhe und können ihre Wirte mit dem sogenannten Hallerschen Organ riechen.

Zeckenarten in Deutschland

Zecke ist nicht gleich Zecke. Die Holzbock-Zecke ist in Deutschland die meist verbreitetste Art. Sie ist an ihrem großen Rückenschild zu erkennen. Die Igelzecke folgt auf Platz zwei, ist jedoch oft in den Bauten ihrer Wirte wie Fuchs, Wiesel oder dem namensgebenden Igel versteckt. Seit einigen Jahren kommt auch die Riesenzecke Hyalomma aus Afrika und Asien immer häufiger in Deutschland vor. Sie wird meist durch Zugvögel oder Importe von Reptilien eingeschleppt. Sie ist hierzulande jedoch noch so selten, dass von ihr keine nennenswerte Gefahr ausgeht.

Zecken beim Hund suchen und finden

Bis zu 60% aller Zeckenbisse beim Hund bleiben unbemerkt. Es ist natürlich nicht leicht die mitunter zottelige Mähne des geliebten Vierbeiners auf Zecken zu untersuchen – und das nach jedem Spaziergang. Umso wichtiger ist eine frühzeitige Behandlung mit Zeckenschutz-Präparaten.

Um die fiesen Blutsauger nicht erst zu finden wenn sie dick und fett sind, hilft es zu wissen wo sie am liebsten zustechen. Es ist mit knapp 50% vor allem der Kopf, der von Zecken befallen wird. Je geringer der Abstand zum Boden ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Zecke den Sprung von ihrem Grashalm schafft und sich im Fell des Hundes festsetzen kann.

Die Gefahren von Zecken beim Hund

Die große Gefahr geht nicht von der Zecke selbst aus, denn der Stich selbst ist weder sehr schmerzhaft noch gefährlich. 

Es sind die Krankheiten wie FSME oder Borreliose, die von der Zecke übertragen wird und sie so gefährlich machen. Weitere Krankheiten sind die Anaplasmose, Babesiose und die Ehrlichiose.

Krankheiten im Überblick

Zeckenschutz beim Hund

Um den Hund und auch sich selbst vor Zeckenbissen und deren Folgen zu schützen, gibt es einige Maßnahmen die getroffen werden können. Wir Menschen können uns zum Beispiel gegen die Folgekrankheiten Impfen lassen – Hunde können das nur bei der Borreliose. Diese ist jedoch nicht immer sinnvoll und es sollte mit dem Tierarzt anhand von regionalen Gegebenheiten und dem Alltage des Hundes entschieden werden. Da es für alle anderen Krankheiten keinen Impfschutz gibt, ist es ohnehin zu empfehlen ein Zeckenschutzmittel zu verwenden. Diese Präparate werden meist im Nacken aufgetragen und verteilen sich über die Talgschicht des Hundefells auf dem gesamten Körper. Sie halten Zecken vom Blutsaugen ab oder töten diese, bevor sie gefährlich werden können. Die Wichtigsten Punkte um erfolgreich gegen Zecken beim Hund vorzugehen:

Zeckenschutz für Hunde gibt es in verschieden Varianten. Auf der einen Seite die chemischen Spot-ons, die auf das Fell, meist im Nackenbereich, aufgetragen werden und Zecken sowie oft auch andere Insekten durch Pestizide, Biozide oder Nervengifte fern halten. Auch entsprechende Halsbänder funktionieren ähnlich, doch meist schlechteren Ergebnissen. Neben den giftigen Stoffen haben diese Möglichkeiten auch den Nachteil, dass die Hunde einige Tage nicht ins Wasser dürfen und sich Rückstände vom Zeckenmittel im Fell bilden können. Eine vielversprechende Möglichkeit, sind neuentwickelte Kautabletten. Diese kommen ohne die lästigen „Nebenwirkungen“ der chemischen Optionen aus. Als Leckerli getarnt wirken sie erst nach dem Biss der Zecke. Diese nimmt den Wirkstoff auf und stirbt ab. 

Die beliebtesten Zeckenschutzmittel

Es ist ratsam, Zeckenschutzmittel für Hunde im Haus liegen zu haben. Entdecke hier die beliebtesten Zeckenschutzmittel für Hunde auf Amazon und sorge vor.

Zecken beim Hund entfernen

Für den sehr wahrscheinlichen Fall, dass Du doch mal eine Zecke an deinem Hund findest, sollte eine Zeckenzange oder ein feine Pinzette griffbereit sein. Dabei gilt es beim Entfernen darauf zu achten, die Zecke möglichst hautnah zu greifen.

Der Zeckenkörper darf auf keinen Fall gequetscht werden, da die Erreger in die Blutlaufbahn des Hundes gelangen können. Benzin, Klebstoff oder Nagellack zu nutzen ist keine gute Idee! Nachdem die Zecke entfernt ist, solltest Du die Stelle untersuchen. Falls noch Spuren zu sehen sind, ist es angebracht zu desinfizierst und zu beobachten. Wenn die Bisswunde anschwillt, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

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Fazit

Es ist kaum zu vermeiden, dass dein Hund früher oder später die Bekanntschaft mit Zecken macht. Darum ist es wichtig Vorsorge zu betreiben, denn jede einzige Zecke kann mit ihren potenziell tödlichen Erregern eine echte Gefahr sein. Nicht nur für Hunde, sondern auch für uns Menschen. Bei diesem Thema sollte also keine Mühe zu groß sein. 

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