Wie oft muss ein Hund raus?

Das Hunde viel raus müssen ist so ziemlich das Grundlegendste, was Hundehalter wissen müssen. Doch was ist „viel“ und wie viel ist genug? Wie viel ist vielleicht sogar zu viel? Keine ganz einfache Frage, vor allem weil es so viele verschiedene Hunderassen gibt, die alle sehr individuell in ihren Ansprüchen sein können. Die richtige Frage sollte daher lauten: Welche Hunderasse muss wie lange raus? Selbst diese Frage ist nicht leicht zu beantworten – doch wir machen es trotzdem!

Wie oft muss ein Hund raus?

Für den Vierbeiner ist ein Spaziergang viel mehr als nur eine Pinkelpause. Die tägliche Gassi-Runde stärkt das Sozialverhalten und die Beziehung zwischen dir und Hund. Wie oft der Hund am Tag raus muss, ist vom Alter, der Rasse, Größe sowie dem Gesundheitszustand abhängig.

Inhalt: Wie oft muss ein Hund raus?

Wie viele Pinkelpausen braucht ein Hund?

Gesunde, ausgewachsene Hunde urinieren circa sechsmal täglich. Nun geht wohl kaum jemand so oft mit seinem Hund raus. In der Regel reichen drei bis vier Spaziergänge, die dafür etwas länger sind. Dein Hund sollte sich recht schnell darauf einstellen und kann es durchaus auch zurückhalten. Doch dabei solltest du ihn aber nicht zu sehr auf die Probe stellen. Macht er dann in der Wohnung sein Geschäft, kannst du nur schlecht mit ihm schimpfen. Daher sollten keine zu großen Pausen zwischen den Gassi-Runden liegen.

Welche Hunderassen müssen besonders oft raus?

Unter den Rassen gibt es große Unterschiede, wie oft und wie lang ein Hund Auslauf benötigt. Besonders die Körpergröße spielt hier eine Rolle, doch nicht nur.

Jede Hunderasse gehört zu einer bestimmten Hundegruppe wie Hütehunde, Laufhunde oder Terrier. Während einige Hundegruppen besonders lauffreudig sind, ist bei anderen der Drang nach Bewegung schneller befriedigt.

Hunde, die viel Bewegung brauchen

Der Bewegungsdrang von Terriern und Dackeln wird aufgrund ihrer Größe oftmals unterschätzt. Da diese Rassen ursprünglich für die Jagd gezüchtet wurden, sind sie jedoch richtige Bewegungsjunkies. Diese aktiven Gemüter brauchen daher viel Auslauf und sportliche Aktivitäten, um sich optimal auszulasten zu können.

Das gleiche gilt für diese Hundegruppen:

Klicke auf das entsprechende Bild, um zum Rassenporträt des Hundes zu gelangen.

Ein hohes Maß an Bewegungen brauchen zudem Treib- und Hütehunde.
Zu diesen Rassen gehören beispielsweise Border Collies und Australian Shepherds.
Gebrauchshunde wie Labradore Retriever wurden ursprünglich für die Arbeit eingesetzt und benötigen ebenfalls viel Auslauf. 

Diese Hundegruppen profitieren von häufigeren, längeren Spaziergängen. Mindestens dreimal täglich müssen sie an die frische Luft. Außerdem sollten diese Energiebündel mit sportlichen Aktivitäten gefördert werden.

Da fragt sich, welcher Hunderassen nicht viel Auslauf brauchen?

Hunde mit weniger Bewegungsdrang

Gesellschafts- und Begleithunde sind im Grunde die Hunderassen, die wenig Auslauf brauchen. Rassen wie Pudel oder Chihuahuas wurden nicht für die Jagd gezüchtet und haben einen geringeren Bewegungsdrang. Für sie sind kleinere, abwechslungsreiche Gassi-Runden optimal.

Kurznasige Hunderassen wie Mopse oder Bulldoggen leiden aufgrund ihres Körperbaus schneller an Überhitzung und unter Atembeschwerden. Zu viel sportliche Aktivitäten kann für diese Rassen sogar lebensgefährlich werden.

Drei Gassi-Runden täglich mit je 20 Minuten sind für diese Vierbeiner ausreichend.

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Wie oft müssen Welpen vor die Tür?

Welpen und alte Hunde müssen öfter vor die Tür, da sie nicht solange einhalten können.
Wie oft und wie lang ein Welpe raus muss, ist vom Alter und der Rasse abhängig.

Am Anfang gilt für alle Welpen, stündlich bis maximal aller zwei Stunden raus zu gehen. Vor allem wenn der junge Vierbeiner noch nicht stubenrein ist, passiert es sehr schnell, dass er sich in die Wohnung pinkelt. Mit der Zeit sollten die zeitlichen Abstände vergrößert werden.

Insbesondere nach dem Aufwachen, Fressen und vor und nach dem Spielen, müssen sich die jungen Hunde erleichtern. Außerdem ist es empfehlenswert vor dem Schlafengehen noch einmal vor die Haustür zu gehen.

Wie oft muss ein Welpe nachts raus?

Besonders die ganz jungen Hunde müssen auch nachts raus. Das kann an die Nerven gehen. Ist aber angesagt, wenn ein Welpe im Haus ist. Sie können den Pipidrang einfach nicht lange genug zurückhalten und pinkeln dann unweigerlich in die Wohnung. Es gibt zwar Welpen, die einfach durch schlafen können, doch das ist eher nicht die Regel. 

Es ist schwierig eine pauschale Regel aufzustellen, doch als Faustregel gilt in etwa: 

  • Welpen bis drei Monate müssen etwa 3 – 4 mal raus
  • Welpen bis vier Monate müssen etwa 1 – 2 mal raus
  • Welpen ab fünf Monaten sollten stubenrein sein und die Nacht überstehen.

Wie oft muss man mit dem Welpen spazieren gehen?

Trotz der häufigen Pinkelpausen sollten die täglichen Spaziergänge nicht außer Acht gelassen werden. Mehrere kleine Gassi-Runden von etwa zehn Minuten sind für die Anfangszeit optimal.
Es empfiehlt sich, den Spaziergang abwechslungsreich zu gestalten und den Welpen Stück für Stück ans Gassigehen zu gewöhnen. Mit zunehmenden Alter kann der Hund dann länger einhalten und größere Gassi-Runden gehen.

Doch auch die Größe spielt dabei eine Rolle. Kleinere Rassen sind schneller ausgewachsen und vom Knochenbau schneller reif. Mit ungefähr 10 Monaten sind sie ausgewachsen. Großwüchsige Rassen brauchen mehr Zeit, bis sie voll belastbar sind. Bei sehr großen Rassen kann dies sogar bis zu zwei Jahren dauern.

Wie oft müssen ältere Hunde nach draußen?

Genau wie bei den Welpen müssen auch ältere Hunde ihre Blase häufiger entleeren. Allerdings teilen sie meistens deutlich besser mit, wenn sie müssen. Mit den älteren Fellnasen solltest du vier Spaziergänge täglich mit einer Dauer von circa 30 bis 60 Minuten einplanen.

Fazit

Oft wird unterschätzt wie oft so ein Hund raus muss und wie sehr es den eigenen Tagesablauf verändert und bestimmt. Dem Hund ist egal ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint und Höchsttemperaturen das leben schwer machen. Jeder sollte sich vor dem Kauf eines Hundes gut überlegen, ob so ein Betreuungsintensives Tier zum eigenen Leben passt. Eventuell hilft eine Hundeberatung bei der Auswahl der richtigen Hunderasse.

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