Wie lange schlafen Hunde?

Wie viel Schlaf braucht ein Hund? Was viele Menschen nicht wissen: Hunde haben ein ähnliches Schlafbedürfnis wie das von Katzen. Ausreichend Schlaf ist für einen Hund enorm wichtig, damit er ausgeglichen ist, gesund bleibt und sich regenerieren kann.
Ein Schlafmangel kann im schlimmsten Fall sogar lebensbedrohlich sein. Damit der Vierbeiner auch genügend Ruhepausen einhält, ist er auf die Unterstützung seines Halters angewiesen.

Inhaltsverzeichnis

Wie lange schlafen Hunde pro Tag?

Ein ausgewachsener, gesunder Hund brauch sehr viel Schlaf am Tag. In der Regel benötigt er zwischen 17 und 20 Stunden; wobei einfaches Ruhen miteinbezogen ist.
Ältere Hunde sowie Welpen und Kranke brauchen deutlich mehr Ruhe, – nämlich 20 bis 22 Stunden täglich.

Wie lange schlafen Hunde nachts?

Ein ausgewachsener Hund kann 8 bis 9 Stunden in der Nacht durchschlafen. Welpen und ältere Hunde wachen früher auf. Bei ihnen kann es schon vorkommen, dass sie bereits nach wenigen Stunden wach werden und auf Toilette müssen.

Wieso Hunde ihre Ruhepausen nicht einhalten

Viele Hunde sind ständig motiviert und einsatzbereit. Sobald auch nur die Hand auf der Türklinge liegt, steht er schon schwanzwedelnd auf und schaut erwartungsvoll zur Tür. Der Grund, dass die Vierbeiner immer einsatzbereit sind, liegt in der Vergangenheit. Hunde wurden für die Jagt, zur Wache und als Arbeitstiere eingesetzt. Sie mussten jederzeit dem Menschen zur Verfügung stehen. Infolge dessen wurden sie so gezüchtet, dass sie ihrem Verlangen nach Ruhe weniger nachkommen.

Wie schlafen Hunde?

Es gibt drei verschiedene Arten, wie sich ein Hund entspannt: Ruhen, Dösen und der Tiefschlaf.
Beim Ruhen sind die Augen geöffnet, der Hund ist jederzeit bereit aufzuspringen und bleibt wachsam.
Wenn er nur döst, sind seine Augen zwar zu, aber die Ohren und Augen haben immer noch alles im Blick.
Die richtige Regeneration findet im Tiefschlaf statt, welche ungefähr 20% des Ruhens ausmacht.

Auch Hunde träumen im Schlaf. Wissenschaftliche Versuche, bei denen die Hirnaktivität von Hunden im Schlaf gemessen wurde, haben das belegt. Im sogenannten REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement) finden die lebhaftesten Träume statt, da das Gehirn innerhalb dieser Phase so aktiv ist. 
Wenn der Hund im Schlaf mit den Pfötchen zuckt, winselt oder bellt, dann durchlebt er sehr wahrscheinlich einen aufregenden Traum.

Wieso ausreichend Schlaf so wichtig für Hunde ist

Ein erholsamer Schlaf ist für die Ausgeglichenheit und das körperliche Wohlbefinden des Hundes essentiell.
Während er schläft, kann er sein Erlebtes verarbeiten und sich regenerieren, was wiederum das Immunsystem stärkt. Außerdem ist ein guter und regelmäßiger Schlaf wichtig für die Gehirnfunktion und für das emotionale Befinden des Vierbeiners.

wie lange schlafen Hunde

Was passiert, wenn der Hund zu wenig schläft?

Das gesamte Schlafverhalten eines Hundes kann nicht mit dem von uns vergleichen werden. Normalerweise verbringt ein Hund die meiste Zeit des Tages mit schlafen. Bekommt er zu wenig Schlaf, spiegelt sich das deutlich in seinem Verhalten wieder. Er ist unkonzentriert, unruhig und reizbar.

Wenn der Hund über einen längeren Zeitraum hinweg zu wenig schläft, kann es sogar weitreichende Folgen für seine Gesundheit haben.
Ausreichend Schlaf hält den Blutzuckerspiegel stabil. Schläft der Hund zu wenig, wird der Zuckerhaushalt seines Körpers aus der Balance gebracht, was zu Stoffwechselerkrankungen wie Fettleibigkeit führen kann.

Zudem führt Schlafmangel zu einem hohen Level an Stresshormonen, was Krebs, neurale Krankheiten und Allergien fördern kann.

Wie der Hund trainiert werden kann, zur Ruhe zu kommen

Es ist gar nicht so einfach, einen aufgeweckten, aktiven Hund dazu zu bringen, sich zu entspannen. Ein Hund weiß zwar, wann er Ruhe brauch, aber er beharrt nicht unbedingt darauf. Zu groß ist die Angst, etwas Wichtiges zu versäumen. Er brauch dann Unterstützung, um zur Ruhe zu kommen.

Mit folgenden Tricks kann der Hund beim Entspannen unterstützt werden.

1. Ruhe bewahren

Um den Vierbeiner zu einer Pause zu motivieren, ist es wichtig, sich selber zu entspannen. Manchmal hilft es auch, den Hund zu ignorieren, bis er sich auf seinen Schlafplatz zurückzieht. Wenn er sich dann hinlegt, vermeide Lärm und Aufregung.

2. Das richtige Bett

Ein gut ausgewählter Schlafplatz kann eine große Hilfe sein. Das Hundebett sollte an einem dunkleren Ort im Zimmer mit wenig Durchgangsverkehr stehen.
Außerdem mögen es Hunde, in der Nähe ihres Herrchens bzw. Frauchens zu schlafen. In der Gesellschaft ihres „Rudelführers“ fühlen sie sich am wohlsten.

Die Form des Hundebettes sollte idealerweise oval sein, da Hunde sich gerne eine Art Nest graben und ihren Kopf höher legen. Zudem sollte es nicht zu weich und dünn sein, sondern dem Hund Halt geben.

3. Geregelter Tagesablauf

Gleichbleibende Fress – und Spielzeiten tun auch dem Schlafverhalten des Hundes zugute. So gewöhnt er sich an einen regelmäßigen Schlafrhythmus, fühlt sich sicher und kann besser zur Ruhe kommen.