Was tötet Milben beim Hund?

Milben sind für jeden Vierbeiner eine Belastung und können zu heftigem Juckreiz, Haarausfall und schlimmen Hautproblemen führen. Aufgrund dessen ist es wichtig, zu wissen, wie sich ein Milbenbefall beim Hund bemerkbar macht und wie er behandelt werden kann.

Inhaltsverzeichnis

Hat der Hund Milben? Diese Anzeichen verraten es

Typische Symptome für einen Milbenbefall beim Hund sind häufiges Kratzen und rote Stellen auf der Haut. Im weiteren Verlauf kann es auch zu Haarausfall kommen.

Um herauszufinden, ob der Hund betroffen ist, kann das Fell mit einer Flohbürste gekämmt werden. Die Larven und Eier der Milben werden so aus dem Fell gezogen.

Nach dem Durchkämmen sollte die Bürste über ein weißes Handtuch ausgeschüttelt werden. Auch wenn nichts zu erkennen ist, kann mit Hilfe eines zweiten Handtuches kontrolliert werden, ob sich Milbenkot gebildet hat.

Hierfür wird das benutze Handtuch mit einem nassen Handtuch aneinander gerieben, wodurch eventuell braune Stellen entstehen, die auf Milbenkot hinweisen. Bleiben beide Handtücher weiß, dann ist kein Kot vorhanden.

Die Ohren des Hundes sind ebenfalls eine sehr beliebte Stelle für Milben. Bei einem starkem Milbenbefall kann es im schlimmsten Fall sogar zu einem Trommelfelldurchbruch kommen. Falls der Hund Parasiten im Ohr hat, bilden diese oft Krusten und es kommt zu Blutungen.

Was tötet Milben beim Hund

Milbenarten und ihre Symptome

Beim Hund gibt es verschiedene Milbenarten, die je nach Art unterschiedliche Symptome aufweisen. Manche von ihnen sind nicht nur für den Hund gefährlich, sondern auch für den Halter.

Räudemilben

Bei den Räudemilben wird zwischen zwei Gruppen unterschieden: Grabmilben und Cheyletiella-Milben. Am häufigsten treten die Grabmilben auf. Beide Arten sind ansteckend und können beim Menschen sogar Krätze auslösen. Hat der Hund sich angesteckt, leidet er unter starkem Juckreiz und Schuppen. Zudem bekommt er Pusteln oder Knötchen auf der Haut, die sich entzünden können.

Grasmilben

Wie der Name schon verrät, sind diese Milben oft an an schattigen, trocknen Pflanzen und Gräsern zu finden. Grasmilben haben eine intensiv rote Farbe und leben meistens in Haufen zusammen. Beim Spaziergang auf dem Feld können sie dann den Hund befallen. Typische Symptome sind Hautentzündungen und massiver Juckreiz, meistens am Bauch und an den Pfoten.

Ohrmilben

Ohrmilben werden meist durch den Kontakt mit einer befallenen Katze auf den Hund übertragen oder bei der Geburt mitgegeben. Schüttelt der Hund häufig seinen Kopf und kratzt sich ständiges am Ohr, ist das ein typisches Anzeichen für Ohrmilben.

Demodexmilben

Demodexmilben, auch Haarbalgmilben genannt, werden bei der Geburt von dem befallenen Muttertier mitgegeben und kommen vorwiegend bei jungen Hunden vor.

Sie kann in zwei Formen auftreten.
Bei der lokalisierten Form der Demodexmilben sind erste Krankheitssymptome Haarausfall und Hautirritationen im Bereich des Kopfes (Oberlippe, Augenlider, Nasenrücken und Stirn) und der Ohren.

Bei der generalisierten Form sind größere Hautstellen und sogar der ganze Körper betroffen. Zusätzlich zum Haarausfall kommt es oft zu einer eitrigen Entzündung der Haarfollikel und einer Hautinfektion. Die Haut ist verdickt und geschwollen und weist großflächige Krusten sowie geschwollene Lymphknoten auf. Auch nässende Hautstellen sind eine mögliche Folge.

Wie kann ein Milbenbefall beim Hund vorgebeugt werden?

Ein starkes Immunsystem ist das A und O, um den Hund vor Milben zu schützen.
Sowohl eine gesunde, ausgewogene Ernährung als auch ausreichend Bewegung sind wichtig, um die Abwehrkräfte des Hundes zu stärken.

Nach einem langen Spaziergang in der Natur empfiehlt es sich, den Vierbeiner gründlich zu untersuchen und zu bürsten.
Je nach Situation kann der Hund anschließend gebadet werden, um eventuelle Milben loszuwerden, bevor sich diese einnisten konnten.
Auch in Decken, dem Schlafplatz, Halsband oder im Geschirr des Vierbeiners nisten sich die Parasiten gerne ein. Um Milben vorzubeugen, sollten die Sachen regelmäßig gesäubert werden.

Welche Hausmittel helfen bei Milben beim Hund?

Besteht ein Verdacht auf Milben, sollte der Vierbeiner tierärztlich untersucht werden. Bestätigt sich der Milbenbefall, verschreibt der Tierarzt in der Regel juckreizstillende Medikamente sowie spezielle Shampoos, Gele, Sprays oder Puder, die die Milben abtöten.

Zusätzlich können auch Hausmittel angewandt werden, um die Milbenbekämpfung zu unterstützen.

Kernseife

Den Hund gründlich mit Kernseife zu waschen, kann ihn von lästigen Milben befreien.

Kokosöl

Kokosöl bietet dem Hund einen natürlichen Schutz gegen Milben und wirkt feuchtigkeitsspendend. Bei der Behandlung mit Kokosöl wird das Fell zwei bis drei Mal pro Woche mit dem Öl eingerieben.

Aloe Vera

Aloe Vera wirkt entzündungshemmend und kühlt die Haut. Das Gel der Pflanze kann auf die roten Hautstellen aufgetragen werden.

Apfelessig

Auch Apfelessig kann die Milben abtöten. Das Essig wird hierfür 1:1 mit Wasser gemischt und zwei Mal täglich mit einer Sprühflasche oder Handschuhen in das Fell aufgetragen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass es nicht in die Augen des Vierbeiners gerät.