Neufundländer

 
Charakter: wohlwollend, milde, majestätisch, fröhlich, gelassen
Größe: groß
Höhe: 63-69 cm
Gewicht: Rüde 60-70 kg, Hündin 45-55 kg
Lebenserwartung: 8-10  Jahre
Felltyp: Langhaar, reichlich und dichte Unterwolle
Farbe: braun, weiß-schwarz, schwarz 
Besonderheiten: wasserabweisendes Fell 
FCI-Gruppe: Molossoide, Schnauzer und Pinscher
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Der bärenartige Hund, dessen Vorfahren den Wikingern zur Hand gingen, ist ein wahres Kraftpaket. Als Schlittenhund für schwere Lasten oder Arbeitshund auf dem Fischerboot wurde er ein Profi in seinem Metier. Seine Kraft und das wasserabweisende Fell haben ihm eine Anstellung bei der Küstenwache Frankreichs eingebracht, wo er als Rettungsschwimmer eingesetzt wird. Ob das damit zusammenhängt, dass er einst Napoleon höchstpersönlich vor dem Ertrinken gerettet haben soll?

Neufundländer - Besondere Eigenschaften

Der Neufundländer ist ein sehr freundlicher und gutmütiger Hund. Er hat langes Haar und eine einfache Farbgebung. Sein Fell ist entweder braun, schwarz oder schwarz-weiß gefleckt. Er hat ein sehr fettiges Fell, dass wasserabweisend ist und ihm ein massiges Auftreten beschert. 

Die großen kräftigen Hunde sind sehr vielseitig einsetzbar und haben einen äußerst menschenbezogenen und wachsamen Charakter. Fremden gegenüber sind die Hunde aufgeschlossen. Die gutmütige und liebevolle Art macht sie zu einem ausgezeichneten Familienhund. Trotzdem sollte man die Kraft der großen Tiere nicht unterschätzen und ihn nicht unbedingt mit kleinen Kindern alleine lassen. Die Tiere werden als Wasserrettungshunde und Arbeitstiere genutzt. Der kräftige Körperbau macht die Hunde auch als Zugtiere einsetzbar. Daher brauchen die Hunde eine angemessene körperliche Auslastung mit täglichen, ausgiebigen Spaziergängen. Eine Haltung ohne eingezäunten Auslauf ist nicht zu empfehlen. Die Hunde haben einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb und können ohne Weiteres als Wachhunde eingesetzt werden. 

Mit einer konsequenten Führung lassen sich die Hunde sehr einfach erziehen und sind daher auch von einem hundeverständigen Halter gut zu kontrollieren. Aggressivität ist dem Menschenfreund fremd. Ihr Wesen macht die Hunde für eine Zwingerhaltung ungeeignet. Damit fügen sie dem Tier großen Schaden zu, da er sich nach körperlicher Nähe sehnt. 

Fellpflege
Weniger
Haaren
Weniger
Energielevel
Weniger
Trainierbarkeit
Weniger
Kindergeeignet
Weniger

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Neufundländer - Was ist bei der Ernährung zu beachten?

Für die Ernährung des Neufundländers ist eine Ernährung mit hohem Fisch- oder Fleischanteil um die 70% am besten geeignet. Zusätzlich sollte eine große Menge an Obst und Gemüse verfüttert werden. Der Getreideanteil sollte 10 Prozent auf keinen Fall überschreiten. Die Bärenhunde lassen sich sowohl mit Nass- als auch mit Trockenfutter ernähren. Auch eine biologisch artgerechte Rohfütterung (BARF) ist für die Ernährung der großen Hunde geeignet, wenn die Qualität der Rohnahrung entsprechend hochwertig ist. Man sollte sich überlegen, ob man sich die Kosten einer solchen Fütterung leisten kann. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung, die sich an Alter, Gewicht und Aktivität des Hundes orientiert. In jedem Falle sollte ein Übergewicht vermieden werden, um gesundheitlichen Problemen präventiv zu begegnen. Bei Mangelerscheinungen sollte man in jedem Falle einen Tierarzt konsultieren und mit ihm gemeinsam die Ernährung des Hundes besprechen. 

Neufundländer - Gesundheit und Pflege

Die bärenartigen Neufundländer sind ausgesprochen robuste Tiere, die sich von Wind und Wetter nicht beeindrucken lassen. Ihr Fell sollte möglichst täglich gebürstet werden. Kämmen tut dem Fell weniger gut. Das Fell ist sehr dicht und fettig. Dadurch ist der Hund auch etwas hitzeempfindlich. Zu viel Sonne mag der an die nordische Kälte gewöhnte Hund nicht. Neben der Fellpflege gehört natürlich auch die Kontrolle der Augen, Ohren, Zähne und Krallen zu den regelmäßigen Aufgaben eines verantwortungsvollen Halters. Die Pflege der großen Hunde ist recht aufwendig und dies sollte bei einer Anschaffung ausreichend bedacht werden. Für Naturverliebte Menschen, die den Launen des Wetters trotzen, ist der Hund ein treuer Begleiter – sozusagen der Huckleberry Finn unter den Hunden. Darüber hinaus tust du deinem Hund eine große Freude wenn er regelmäßig schwimmen kann. So kann er sich immer wieder richtig auspowern. 

Neufundländer - Das passende Zubehör

Für die Haltung eines Neufundländers ist folgende Grundausstattung das wichtigste: Wasser- und Fressnapf, ein Hundekorb, Leine, Geschirr bzw. Halsband und ein Erste Hilfe Kasten für Hunde. Dazu kommt noch eine gute Bürste die am besten aus Naturborsten hergestellt ist. Wenn du in einem schneereichen Gebiet lebst, informiere dich doch über Hundeschlitten und besorge dir ein passendes Geschirr. Damit kannst du sowohl dir als auch deinem Hund eine große Freude machen. 

Denke daran, dass du für deinen großen Vierbeiner auch ein entsprechend großes Auto benötigst. Ausserdem sollte man die nötigen monetären Mittel zur Ernährung des Hundes bedenken. Das bärenstarke Tier hat nach getaner Arbeit mächtig Kohldampf! 

 

Neufundländer - Herkunft & Geschichte

Die Neufundländer stammen – Überraschung – von der Insel Neufundland und sind eine Mischung aus den dort heimischen Hunden und von Wikingern mitgebrachten Bärenhunden. Durch verschiedene andere von Fischern mitgebrachten Hunderassen wurde die Rasse der Neufundländer aufgefrischt. Sehr wahrscheinlich sind auch die Schlittenhunde der arktischen Ureinwohner, der Inuit, in die Rasse eingegangen. Bereits 1610 existierten auf der Insel Hunde, die in Aussehen und Charakter den heutigen Neufundländern sehr ähnlich waren. Die Hunde trotzten über Jahrhunderte den extremen klimatischen Bedingungen und werden heute als Wasser- und Rettungshund eingesetzt. 1860 wurden die Hunde erstmals auf einer Hundeausstellung in Birmingham gezeigt und anschließend vom britischen Kennel-Club gezüchtet. Kurz darauf wurde mit dem „The Newfoundland Club“ der erste Zuchtverein dieser Rasse gegründet. Der Neufundländer ist heute trotz seiner archaischen Wurzeln eher ein Prestigehund. 

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