Hundekekse selber backen - Tipps & Rezepte

Tolle Hundekekse selber backen ist gar nicht so schwer, wie du vielleicht zunächst denkst. Mit den hier vorgestellten Rezepten lässt sich kinderleicht ein Vorrat an Hundekeksenanlegen, sodass du jederzeit etwas frisches und bekömmliches für dein Tier zur Hand hast.

Hundekekse selber backen

Hundekekse eignen sich nicht nur bestens fürs Training, sondern auch als Snack oder
Belohnung für zwischendurch. Probiere es einfach mal aus! Los gehts!

Inhaltsverzeichnis

Hundekekse selber backen - das sind die Vorteile

Es gibt viele Gründe aktiv zu werden und selbst zu backen. Hier sind gleich vier davon:

Wieso Hundekekse selber backen?

1) Da du die kleinen Leckereien für deinen Vierbeiner selbst zubereitest, weißt du ganz genau was, drin ist. Auf diese Weise kannst du konkret darauf eingehen, was dein Hund mag und gut verträgt beziehungsweise auf welche Inhaltsstoffe du lieber verzichten möchtest.
2) Jeder Hundebesitzer und jede Hundebesitzerin weiß, dass gerade kulinarische Extras schnell ins Geld gehen können. Selbst zu backen und zu kochen ist insgesamt nicht nur gesünder, es ist auch günstiger.
3) Du verwendest im Gegensatz zu den großen Herstellern keine künstlichen Konservierungsstoffe.
4) Die Größe der Leckerlis kann an die Größe des Hundes angepasst werden.

Diese Zutaten sind für Hunde tabu

Genau wie wir Menschen nicht alle Lebensmittel vertragen, können auch Hunde nicht alles
essen. Wir selbst lernen, dass zum Beispiel die Tollkirsche giftig für uns ist und wir sie deshalb nicht essen dürfen. Ein Hund wird jedoch fast alles fressen, was wir ihm geben oder was er findet, wenn er am Geruch nichts Schlechtes feststellen kann. Es liegt also an uns darauf zu achten, was wir füttern und welche Lebensmittel wir besser außerhalb der Reichweite unseres Vierbeiners aufheben sollten.

Mit Unverträglichkeiten ist nicht zu spaßen

Im schlimmsten Fall droht sogar eine ernsthafte Lebensmittelvergiftung, die zum Tod führen kann. Deshalb sollte man nicht nur über mögliche Allergien und Unverträglichkeiten seines Haustiers Bescheid wissen, sondern auch die (zum Teil vermeintlich harmlosen) Lebensmittel kennen, bei denen Gefahr droht.

Diese Lebensmittel sind ungesund oder sogar gefährlich und sollten NICHT zu Hundekeksen verarbeitet werden:

  • Schokolade
  • Nüsse
  • Avocado
  • Knoblauch und Zwiebeln
  • Nachtschattengewächse, wie zum Beispiel Kartoffeln und Auberginen
  • Rohes Schweinefleisch oder -knochen
  • Steinobst
  • Rohe Hülsenfrüchte
  • Rosinen und Weintrauben
  • Nikotin
  • Koffein
  • Alkohol

Des Weiteren sollten folgende Lebensmittel besser vermieden werden:

  • Butter, Milch und Sahne – Quark wird hingegen in kleineren Mengen vertragen.
  • Süßigkeiten beziehungsweise Zucker – wie auch beim Menschen führt der Konsum zu Karies und Übergewicht.
  • Knochen allgemein – die Splittergefahr im Mund oder später im Verdauungstrakt ist einfach zu groß, auch wenn die Meinungen hierbei manchmal auseinandergehen.
  • Greifen Sie in diesem Fall lieber auf Schweinsohren oder ähnliche Produkte aus dem Zoohandel zurück.
  • Zu salzige Speisen

Was tun im Notfall?

Ruhe bewahren, den Tierarzt oder die Tierärztin anrufen und im Idealfall die Verpackung des verzehrten Lebensmittels (zum Beispiel die Süßigkeitenverpackung) mitnehmen. Die genaue Zusammensetzung kann bei einer hoch verarbeiteten Speise ausschlaggebend für die Behandlung des Hundes sein.

Hundekekse selber backen

Das braucht man zum Hundekekse Backen

Hundekekse kann man wirklich aus den einfachsten Zutaten herstellen und die gute Nachricht ist, dass die meisten von uns wahrscheinlich bereits einige davon zu Hause haben. Haferflocken, Eier, diverse (eventuell glutenfreie) Mehle, Möhren, Fleisch oder Fisch eigenen sich perfekt für dein Vorhaben. Wenn du erst mal ein Grundrezept gefunden hast, mit dem du gut zurechtkommst, kannst du selbst anfangen zu experimentieren und kreativ zu werden. Für den Anfang findest du hier ein paar Ideen.

Tipps:

Jeder Ofen heizt anders! Auf die Temperaturanzeige ist leider nicht immer verlass, daher ist ein zusätzliches Ofenthermometer (gibt es bereits ab zehn Euro zu kaufen) keine schlechte Idee, von der auch deine anderen Backwaren in Zukunft profitieren werden. Alternativ immer wieder einen prüfenden Blick in den Ofen werfen, ob auch nichts verbrennt. Kekse müssen übrigens nicht knochenhart aus dem Ofen kommen, um „durch“ zu sein. Es reicht, wenn sie fest sind (Stäbchenprobe) und sich die Ränder leicht braun färben. Normalerweise backen sie auch ohne Hitze immer noch etwas nach beziehungsweise lässt du sie über Nacht im ausgeschalteten Ofen trocknen. Lieber erst mal mit zu wenig Flüssigkeit starten als zu viel! Du kannst dich langsam an die richtige Konsistenz heranarbeiten.

Hundekekse Rezepte

Hundekekse Grundrezept

Eine der einfachsten Varianten ist tatsächlich ein Glas Babybrei auf Gemüse- oder Obstbasis mit etwa der gleichen Menge an Vollkornmehl zu verrühren. Passe die  Mehlmenge so lange an, bis ein Teig entsteht, den man kneten und zu einer Platte ausrollen kann. Ist der Teig zu krümelig, dann füge einfach löffelweise etwas Wasser hinzu, bis er sich formen lässt und umgekehrt mehr Mehl, wenn er zu flüssig ist. Mit einem Plätzchenausstecher, einem Glas oder mit einem Pizzaroller lassen sich nun kleine Portionen ausstechen, die bei circa 170 °C für circa 25 Minuten im vorgeheizten Ofen gebacken werden.

Hundekekse mit Hähnchen oder Thunfisch (glutenarm)

Roggenmehl enthält von den gängigsten Mehlsorten am wenigsten Gluten. Maisstärke ist
sogar komplett glutenfrei.

200 g gekochtes Hühnerfleisch oder gut abgetropfter Thunfisch aus der Dose
75 ml Hühnerbrühe ohne Salz (selbst gemacht) oder Wasser
1 El neutrales Speiseöl (kann man bei Thunfisch in Öl reduzieren oder weglassen)
100 g Roggenmehl
40 g Maisstärke

Hühnchen oder Thunfisch mit dem Öl und der Brühe fein pürieren. Das geht hervorragend in einer Küchenmaschine oder auch mit einem Pürierstab. Mit Mehl und Stärke vermengen und zu einem festen Teigball verarbeiten. Dünn ausrollen und Lieblingsformen ausstechen. Die Kekse brauchen im auf 180 °C vorgeheizten Ofen etwa 20 Minuten.

Hundekekse mit Möhren und Haferflocken

100 g Möhren (fein gerieben)
1 Ei
80 g feinblättrige Haferflocken
150 g Mehl
1 Tl Öl
Wasser

Alle Zutaten bis zur gewünschten Konsistenz verkneten. Kleine Portionen abstechen, zu Kugeln formen und auf ein Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C für 30 min backen.

Richtig edle Hundekekse

Wenn du nach etwas Besonderem suchst, könnte das das richtige Rezept für dich sein:

100 g feinstes Rindertatar
50 g feinblättrige Haferflocken
200 g Mehl deiner Wahl
1 Ei
Rinderbrühe ohne Salz (selbst gemacht) nach Bedarf
Alle Zutaten zu einem Teig verkneten und auf einer leicht bemehlten Fläche ausrollen. Plätzen mit deinem Lieblingsmotiv ausstechen und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C für 18 min backen.

Hundekekse selber backen - Fazit

Hundekekse selber backen ist supereinfach, macht Spaß und du tust deinem Tier auch noch etwas Gutes damit, da du genau auf seine Bedürfnisse und seinen Geschmack eingehen kannst. Die Kekse bewahrst du am besten je nach Sorte in einem geeigneten Gefäß auf:
1) Halbfeuchte Kekse sollten gut verschlossen in den Kühlschrank wandern und innerhalb weniger Tage aufgebraucht werden. Du kannst sie aber auch einfrieren und  portionsweise auftauen.
2) Trockene Kekse können immer noch ein bisschen Restfeuchte besitzen, weshalb du sie nicht in einem hermetisch abgeschlossenen Behälter (zum Beispiel einem Schraubglas) lagern solltest. Sie könnten dadurch verderben. Besser ist es hingegen, eine Blechdose zu verwenden.