Beim Hund Zähne putzen – so geht's

Das ist eine viel gestellte Frage, denn Gesundheit ist ohne Zähneputzen nicht möglich. Hier erfährst du:

  • Wie oft die Zähne geputzt werden sollten
  • Die gängigste Art des Zähneputzens
  • Einige Alternativen
Beim Hund Zähne putzen

Wenn du also mehr zum Thema erfahren und deinem Vierbeiner etwas Gutes tun möchtest, dann bist du hier genau richtig.

Inhaltsverzeichnis

Warum Hunden Zähne putzen?

Zähneputzen hilft die Speisereste von den Zähnen zu entfernen, die sich zusammen mit dem Speichel als Biofilm oder Plaque auf den Zähnen abgesetzt haben. Diese Beläge scheiden eine Säure aus, die die Zahnsubstanz dauerhaft angreift, indem es den Hundezähnen Mineralien entzieht. Dadurch werden die Zähne porös, Löcher entstehen und die Karies hat sich eingenistet.

Die Ursache finden

Auch das Zahnfleisch kann sich schmerzhaft entzünden und zu einer schweren Parodontitis führen. So leidet der Hund nicht nur unter Schmerzen, sondern kann auch nicht mehr „kraftvoll zubeißen“ und Zähne müssen eventuell gezogen werden, was schließlich der gesamten Tiergesundheit abträglich ist. Deshalb sollte man Hunden die Zähne putzen.

Wie oft Zähne putzen beim Hund?

Idealerweise sollte dies täglich geschehen, da sich Zahnbelag bereits nach drei Tagen verfestigen kann. Dieser kann dann oft nur noch professionell vom Tierarzt entfernt werden. Wie lange das Putzen der Zähne dauert, hat auch damit zu tun, wie viele Zähne ein Hund hat.

Kann man Hunden mit normaler Zahnpasta die Zähne putzen?

Generell ist das möglich, doch viele Hunde lieben nicht den frischen Pfefferminzgeschmack und auch die Fluoride sind nicht gesund für den Vierbeiner. Außerdem enthalten Hundezahnpasta vermehrt Enzyme, die ganz gezielt auf den Stoffwechsel vom Hund wirken sollen.

Die beste (und leckerste) Lösung

Wer seinem Hund die Akzeptanz der Zahnpasta erleichtern will und Gutes tun will, greift deshalb besser zur Hundezahnpasta. Diese ist nicht nur ganz speziell auf die Bedürfnisse der Hundezähne abgestimmt, sondern kann dem Hund den Vorgang des Zähneputzens regelrecht schmackhaft machen.

Denn Zahncremes für Hunde punkten auch mit hundefreundlichen Geschmacksrichtungen wie Leber, Hühnchen oder Fisch.

Zähne putzen beim Hund mit Ultraschall

Die Zahnreinigung mit Ultraschall kann professionell beim Tierarzt durchgeführt werden. Es gibt jedoch auch die Ultraschallzahncreme für Tiere.

Was ist Ultraschallzahncreme?

Diese Ultraschallzahncreme ist mit Mikrobläschen angereichert, die mit den Schwingungen im Bürstenkopf reagieren. Dabei implodieren die Mikrobläschen, was den Zahnbelag selbst zwischen den engsten Zahnzwischenräumen effektiv löst.

Alternativen zur Hundezahnpasta

Um deinem Vierbeiner die Zähne zu putzen, kannst du folgende Hausmittel nutzen:

  • Kokosöl
  • Natron
  • Schlämmkreide

Kokosöl

Dafür nimmt man 200 Gramm cremiges Kokosöl (notfalls etwas erwärmen) und rührt 1/4 Teelöffel getrocknete Petersilie und 1/2 Teelöffel Kurkuma hinein. Das kann man in einer Dose aufbewahren. Dabei wirkt das Kokosöl antibakteriell und antioxidativ, womit es die Hundezähne von Bakterien und Keimen befreit.

Das Kurkuma hingegen hellt die Zähne leicht auf und beugt einem Zahnbelag vor. Die Petersilie als weitere Komponente wirkt ebenfalls antibakteriell und enthält zusätzlich noch Mineralstoffe und Vitamine, die der Zahngesundheit dienen. Übrigens, Hunde lieben den Geschmack von Kokosöl.

Natron

Dafür nimmt man eine Tasse Kokosöl, einen Esslöffel getrocknete und gemahlene Pfefferminze und einen Esslöffel Natron, die man zusammen zu einer Paste verrührt. Natron dient hier ebenfalls wie Kurkuma im vorigen Rezept einer Zahnaufhellung.

Schlämmkreide​

Dafür hat man nur die Zahnbürste etwas anzufeuchten und in die Schlämmkreide zu dippen. So reinigten sich vor allem früher auch viele Menschen die Zähne. Das pflegt ebenfalls wirkungsvoll die Zähne vom Hund und ist außerdem sehr preisgünstig.

Hundezähne putzen ist notwendig

Aber der Hund lässt sich nicht die Zähne putzen mit der Bürste. Als Alternative bietet es sich an, die Hundezähne zu putzen mit Fingerling. Das ist eine mit Noppen besetzte Gummikappe, die man über einen Finger zieht und damit über die Zähne des Hundes reibt.

Hunde Zähne putzen, aber richtig

Natürlich muss man das Hundezähne putzen üben, schließlich hat sich der Vierbeiner auch erst an die Prozedur zu gewöhnen. Dem Hund die Zähne zu putzen beginnt man am besten bereits im Welpenalter.

Da kann man dem verspielten Vierbeiner ganz spielerisch die Bürste ins Maul stecken. Was am Anfang nur ein nettes Spiel ist, das den Hund daran gewöhnen soll, dass man ihm eine Bürste zwischen die Zähne schiebt, sollte dann mit der Zeit zu einem richtigen Bürsten der Zähne führen.

Es geht nicht von heute auf morgen

Aber mit etwas Geduld gewöhnen sich die meisten Tiere schnell daran. Dem Hund die Zähne putzen, was man sonst noch für die Zahngesundheit seines Tieres tun kann:

Regelmäßig Kauknochen geben

Das stärkt die Kaumuskulatur und das Zahnfleisch und sorgt gleichzeitig für den Abrieb eines etwaigen Belags von den Zähnen.

Regelmäßig Möhren geben

Auch Möhren sind ein guter Snack für zwischendurch. Sie sind kalorienarm, vitaminreich und unterstützen die Zahnreinigung.

Auf hochwertiges Futter achten

Minderwertige Futtermittel enthalten oft Zucker oder Zuckercouleur für ein optisch besseres Aussehen. Deshalb immer auch auf die Zutatenliste schauen.