Hund Pfötchen-Geben beibringen - so gehts!

Du hast dir vor Kurzem einen kleinen Hund gekauft und überlegst nun, ihm Tricks
beizubringen? Oder vielleicht bist du schon seit Längerem stolze/r Besitzer/in eines süßen
Vierbeiners und möchtest eure Verbindung noch verstärken? Im Folgenden lernst du alles
darüber, wie du es schaffst, dass deine Fellnase in Zukunft Pfötchen gibt.

Hund Pfötchen beibringen

Natürlich ist es kein absolutes Muss, deinen Hund darauf zu trainieren. Allerdings ist es
nur ein kleiner Schritt, diesen Befehl zu erlernen, wenn du dich bereits mit den üblichen
Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und so weiter in der Hundeschule beschäftigt hast.

Inhaltsverzeichnis

Warum sollte ich meinem Hund Pfötchen geben beibringen?

Du verbringst bewusst Zeit mit deinem Hund

Natürlich tust du das bereits sowieso, allerdings macht es doch einen Unterschied, ob ihr euch einfach nur zusammen in einem Raum aufhaltet oder auch miteinander interagiert. 

Diese spezielle Bindung, die dabei entsteht, kennst du sicher schon von gemeinsamen Ausflügen in den Park oder wenn ihr spielt. Bewusst Zeit miteinander zu verbringen macht Spaß und stärkt die Bindung zwischen Hund und Mensch.

Hundetraining ist auch Hundeerziehung

Der beste Freund des Menschen begleitet uns nun schon seit mehreren Tausend Jahren. Einer der vielen Gründe dafür ist sicherlich auch, dass Hunde die Fähigkeit besitzen, von uns Menschen zu lernen und Befehle auszuführen. 

Das qualifiziert ihn nicht nur für Jobs wie Wach-, Polizei- und Schäferhund, sondern auch als Haustier, mit dem wir liebend gern kuscheln. Je früher dein Hund eine positives Gefühl gegenüber dem Erlernen von neuen Dingen (und eben auch Befehlen) entwickelt, desto leichter wird es später auch sein, ihm Tricks wie das Pfötchen geben beizubringen.

Spaß am Erfolg

Seien wir ehrlich, es ist schon ein tolles Gefühl, gemeinsam etwas zu erreichen und es
dann auch allen anderen zeigen zu können. Wenn du also schon immer leicht neidisch auf
andere Hundebesitzer und -besitzerinnen geschaut hast, die das Pfötchen geben mit ihrer
Fellnase scheinbar spielend drauf haben – bald gehört ihr auch dazu!

Grundlagen

Der Weg zum Pfötchen geben ist mit klassischen Kommandos verbunden, die jeder Hund beherrschen sollte. Zu erreichen, dass dein Hund auf dich hört und du dich auf ihn verlassen kannst (und er sich auf dich!), sind ganz grundlegende Voraussetzungen für eine gesunde und funktionierende Partnerschaft zwischen dir und dem Tier. 

Spätestens,wenn ihr den familiären Kreis eurer Wohnung oder eures Haus verlasst und ihr euch in die Öffentlichkeit begebt, in der ihr auf unerwartete Situationen, Lärm und fremde Menschen treffen werdet, ist Gehorsam ganz wichtig, damit es nicht gefährlich wird – Ein „Bei Fuß“ oder ein „Aus“ kann deine Fellnase vor Schlimmerem, zum Beispiel Unfällen im Straßenverkehr bewahren.

So gehst du vor - 5 Schritte

Wenn ihr noch ganz am Anfang steht, kann es sinnvoll sein, auf eine ruhige Umgebung zu achten. Alle Komponenten, die vielleicht stören oder ablenken, wie ein laufender Fernseher oder Besuch von Fremden, sollten jetzt vermieden werden.

Schritt 1 - Sitz

Um Pfötchen zu geben, solltest du deinen Hund zunächst in eine für dein Vorhaben gute Startposition bringen. Er sitzt nun aufgerichtet vor dir und hört dir zu. Du hast seine Aufmerksamkeit.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, mit welcher Seite du anfangen möchtest. Hierbei ist es ratsam, auf deinen Vierbeiner zu hören. Hast du das Gefühl, dass er eine Seite bevorzugt? Beobachte ihn mal eine Weile, mit welcher Pfote er an Dingen kratzt, wenn er neugierig ist.

Schritt 3 - Was ist denn da in deiner Hand?

Es spricht nichts dagegen, in diesem Fall mit unlauteren Mitteln zu arbeiten, um ihm das  Training im wahrsten Sinne des Wortes schmackhaft zu machen – stelle eine paar Leckerlis bereit und nimm ein oder zwei davon in deine Hand. Falls du gesunde Hundekekse selber backen möchtest kannst du übrigens hier nachlesen, wie das geht. Dein Hund wird nun den Geruch des Leckerlis aufnehmen.

Schritt 4 - Für eine Seite entscheiden

Halte deine geschlossene Hand mit dem Leckerli vor die Schnauze des Hundes. Zu diesem Zeitpunkt solltest du dich für eine Seite entschieden haben. Um es ihm etwas leichter zu machen die Pfote zu heben, empfiehlt es sich, die Hand leicht in die gegenüberliegende Richtung zu bewegen, damit er sein Gewicht verlagern kann. 

Beispiel: Du sitzt deinem Hund gegenüber. Er soll gleich mit der linken (von dir aus gesehen) Pfote reagieren. Deine Hand bewegst du deshalb minimal nach rechts, damit sich auch sein Körpergewicht automatisch nach rechts verlagert, wenn er dir entgegenkommt. Infolgedessen kann der Hund seine linke Pfote einfacher heben.

Schritt 5 - Gib Pfötchen

Das Ziel ist es, dass dein Liebling deine Hand nicht mit seiner Schnauze, sondern mit seiner Pfote berührt und daran kratzt. Wenn das passiert, sag laut und deutlich „Gib Pfötchen“, öffne die Hand und belohne ihn mit dem Leckerli. Auf diese Weise lernt er den sprachlichen Befehl mit deiner ausgestreckten Hand zu verbinden. 

Ein fester Bewegungsablauf, also das vorangegangene Kommando „Sitz“ zu machen und bei der gleichen Pfote zu bleiben hilft bei dem Training. Je sicherer das Pfötchen geben mit Leckerli funktioniert, desto einfacher kannst du dann dazu übergehen, das Leckerli auch mal wegzulassen. Nicht nur in diesem Fall, sondern auch sonst solltest du deinen Hund (stattdessen) mit extra Streicheleinheiten belohnen. 

Ganz auf Leckerlis verzichten musst du ab jetzt jedoch nicht! Schließlich ist es immer wieder eine tolle Leistung, wenn dieser Befehl ausgeführt wird und so was kann natürlich auch ab und zu mit einem leckeren Hundekeks gewürdigt werden.

Was tun, wenns nicht klappt

Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und du solltest weder dir noch deinem Hund einen Vorwurf machen. Die Devise lautet: üben, üben, üben. Zeige dich verständnisvoll und strafe ihn auf keinen Fall durch Liebesentzug oder sogar körperliche beziehungsweise psychologische Maßnahmen wie lautes Schreien ab. 

Möglicherweise ist dein Vierbeiner schlicht überfordert oder auch noch zu jung. Gib ihm etwas Zeit. Ein weiterer Tipp ist, zunächst bei einer Person zu bleiben. So lernt er den Trick erst mal mit dir allein und wird sicherer. Später kannst du auch den Rest deiner Familie oder Freunde mit einbeziehen.

Fazit

Jeder Hund kann Pfötchen geben lernen, wenn ihr nur am Ball bleibt und du ihn immer
wieder positiv darin bestärkst! Wenn es dann endlich klappt, kannst du zu Recht stolz auf
euch beide sein! Ihr habt es geschafft!

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